Samstag, 1. Dezember 2018
Japes "Blog" 1 - Somehow It's Harder To Leave Than To Stay
18.11.18 - 23.11.18

Packen, Zimmer in Kartons packen, Abschiedsparty, Aufräumen, Abschied.
Und dann ging's los.

-Oh das mit dem Abschied sollte ich nicht zu kurz kommen lassen-
Wie der Titel es schon sagt war es erstmal gar nicht so einfach einfach wegzufahren.
Dazu muss man sich bewusst sein dass ich mein Leben lang, mal von meinem Austauschjahr abgesehen, in dem Haus in Lübeck gelebt habe, dort aufgewachsen bin und einfach eine Menge Erinnerungen dort hängen. Und dass ich der jüngste von Christines und Maltes drei Söhnen bin.
Da Malte und Christine nun ein riesen Haus haben, in dem nur noch sie leben, hat mich Christine logischerweise gefragt, ob ich mein Zimmer frei machen könnte, damit man die mittlere Etage vermieten kann. Das bedeutet zwar nicht, dass ich dort nicht hin zurückkehren kann, aber es kommt einem Auszug gleich und der Abschied heißt für mich daher das Abschließen mit dem Kapitel Kindheit in Lübeck.
Meine ganzen Sachen einzupacken bedeutete für mich also die letzten 20 Jahre Revue passieren zu lassen und zu wissen, dass ich mein Leben nie wieder so führen werde, wie ich es bisher getan habe.
Aber nicht nur für mich war es ein schwerer Abschied. Auch für Malte, aber vor allen Dingen für Christine.
Das ist aber auch gut nachvollziehbar, wenn das Nesthäkchen das Haus verlässt.
Für die beiden beginnt auch ein neues Kapitel.



Jetzt geht's aber los:
Mein Flug war entspannt, es ging mit Lufthansa von Hamburg, nach Frankfurt, nach Barcelona. Da musste ich raus aus dem Flughafen, um mich für meinen Flug nach Lima einzuchecken, weil das online irgendwie nicht ging und wieder rein. Das hat aber alles super geklappt und so konnte ich nach kurzer Wartezeit meinen 12 Stunden Flug über den Atlantik antreten. Hab zwar kaum geschlafen, hatte aber genug Hörbücher parat, um mir die Zeit zu versüßen.

Flug nach Lima
Flug nach Lima


Angekommen, wurde ich von Ale, unserer ehemaligen Austauschschülerin, die mitterweile eher ein Familienmitglied, als ein Gast ist und ihren Eltern begrüßt.
Ich habe schnell noch was im großen Flughafen gegessen und dann sind wir eine Dreiviertelstunde durch Lima zur Wohnung von Ale und ihrem Bruder Carlos gefahren. Dort hab ich erstmal 10 Stunden geschlafen.
In den nächsten Tage habe ich Lima ein bisschen kennen gelernt.

Lima ist... groß! Und es gibt, wie mein Bruder Timu es einmal passend beschrieb, gefühlt mehr Autos als Einwohner. Zur falschen Zeit braucht man dann auch mal 2 Stunden für eine Strecke von 20 Km. Im Auto natürlich. Denn Fahrrad fahren ist hier lebensgefährlich. Die autofahrenden spinnen hier noch mehr als in Costa Rica.
Plaza de Lima
Obsttransport in Lima

Man merkt dann auch relativ schnell, wie krass der Unterschied zwischen Arm und Reich hier ist. In Costa Rica hatte ich zwar schon deutlich mehr obdachlose Menschen gesehen als in Deutschland, aber Lima ist für mich jetzt schon eine ganz andere Dimension, obwohl ich mich bisher ausschließlich in wohlhabenden Vierteln aufgehalten habe.


In Miraflores, einem wunderschönen, wohlhabenden Statteitteil von Lima ging ich surfen. Ich hatte Spaß ubd war danach kaputt. An dem Tag muss ich irgendwas gegessen oder getrunken haben was mich den nächsten Tag total umgehauen hat.
Aber das hab ich dann schnell überstanden.
Ich in Miraflores
Paraglider in Miraflores
Seeigel, Miraflores

Die Darauf folgende Woche beschreib ich im Nächsten Post.

Wenn euch irgendetwas in diesem Eintrag besonders interessiert, zögert nicht in den Kommentaren zu fragen.

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