Mittwoch, 30. Januar 2019
Japes "Blog" 5 -
02.01.19 - 15.01.19

Hallo, mal wieder kommt der Blog etwas spät.
Er wird auch nicht so lehrreich wie der letzte, sondern eher eine schnelle Aufzählung von Dingen die wir unternommen oder besucht haben.

Beginnen wir Anfang Januar. Dort haben wir eine Lamafarm besucht. Es gab dort alle Typen der südamerikanischen Kamele, also verschiedene Alpaca- und Lamarassen, sowie Vicuñas und Guanacos.
Das war eine liebevolle aber auch verängstigende Erfahrung. Wir haben sie gestreichelt und gefüttert, aber auch einen Kampf zwischen Lamas beobachtet, das war ganz schön aggressiv!
Lamafarm
Llamafarm


In Cusco kann man sich als Student oder Schüler für 70 Soles (ca. 20€) ein Touristenticket kaufen. Das gilt 10 Tage und ist eine Eintrittskarte für verschiedene Ruinen, Museen und kulturelle Stätten in Cusco und der Umgebung.

Da es doch viele Orte sind, die wir besucht haben, werde ich nur den Namen nennen und ggf. ein bisschen dazu erläutern.

Pukapukara
Eine Ruine, von der aus ein Inkaweg Richtung Norden bis nach Ecuador in die nördlichen Gebiete der Inkareiches führte.
Pukapukara

Tambomachay
Eine kleine Festung und Ritualstätte der Inka.
Gruppenfoto bei Tambomachay

Saqsaywaman (Saqsayhuaman)
Die wohl wichtigste religiöse Stätte der Inka, in der noch immer einmal jährlich das Sonnenfestival "Inti Raymi" stattfindet.
Es ist ein riesiges Ritual bei dem den Göttern der Inka Opfer gebracht werden, um gutes Wetter für die Landwirtschaft zu erbitten.
Dort wurden auch die Priester der Inka ausgebildet. Interessant war für mich, dass diese erst gänzlich zum Priester wurden, wenn sie von einem Blitz getroffen wurden und überlebten.
Saqsaywaman
Ich in Saqsaywaman
Ich vor Cusco

Pisaq
Nach Edgar, dem Vater von Alejandra, die schönste Inkaruine nach Machu Picchu.
Dort gibt es riesige Terrassen zur Landwirtschaft, einen Sonnentempel und den größten Inkafriedhof überhaupt.
Wir sind sehr lange gewandert und ich habe richtig Lust bekommen, eine große Wanderung zu machen.
Pisaq
Pisaq


Moray
Das Labor für Landwirtschaft der Inka.
Drei Löcher aus kreisförmigen Terrassen.
Hier haben die Inka Pflanzen gezüchtet und ausprobiert, in welcher Höhe sie am besten wachsen, um diese Pflanzen und das Wissen in anderen Regionen und Städten wie Pisaq anzuwenden.
Wir sind dort in einer Tour mit Quads hingefahren.
Moray


Salineras de Maras
Terrassen die nicht zur Landwirtschaft, sondern zu Gewinnung von Salz genutzt werden und schon von den Kulturen vor den Inka errichtet wurden.
Aus dem Berg kommt ein Fluss, der, meiner subjektiven Wahrnehmung nach, um einiges salziger ist als der Pazifik und Atlantik. Dieses Wasser wird auf Terrassen geleitet, wo das Wasser verdunstet und Salz zurück bleibt.

Salineras de maras

Qorikancha (Ort/Tempel des Goldes)
Der wichtigste Inkatempel, der zugleich politische und verwaltungstechnische Funktion besaß.
Nur die wohl Wirkungsvollsten und Wichtigsten der Inka durften dort ein- und ausgehen.
Es gab viele Tempel im Inneren. Den Tempel der Sonne, des Mondes, des Blitzes und des Donners, der Venus und des Regenbogens. Anhand davon kann Mensch sich die Naturverbundenheit der Inka gut vorstellen.
Von Innen waren alle Wände der Tempel mit Gold oder Silber überzogen und generell lagerten dort große Silber-, Platin- und Goldschätze, wie eine gigantische Scheibe aus Gold, die die Sonne repräsentierte.
Von den Spaniern halb zerstört und dann zu Kirche und Kloster umgebaut, wurden die Schätze nach Spanien gebracht oder für die Kirche genutzt.
Noch heute ist es ein Kloster der Dominikanermönche, großteils aber für den Tourismus geöffnet.
Die Stabilen Steine der Inka sind immer noch da und haben im Gegensatz zur Kirche alle Erdbeben überlebt. Die Kirche musste z.B. nach einem 8 minütigen Erdbeben 1650 neu aufgebaut werden.

Quorikancha




Mit Ales bester Freundin Fey hatten wir echt viel gemacht. Sie ist dann aber Mitte Jannuar in die USA geflogen um ihre Gastfamilie zu besuchen.

Nachdem wir uns von ihr verabschiedet haben sind Lennart, Emma und ich auf die Salcantay-Wanderung gegangen. Das ist neben dem Inka-Trail die meist gelaufene Wanderung nach Machu Picchu.

Es war eine echt schöne teils anstrengende Wanderung. Gleich am ersten Tag sind wir zur Lagune Humantay hochgelaufen, die von einem Gletscher gespeist wird. Lennart und ich waren zur Abkühlung im eiskalten Wasser baden.
Laune Humantay


Da wir eine Tour gebucht hatten, haben Esel einen Teil unseres Gepäcks getragen, waren die Zelte in denen wir schliefen schon aufgebaut, wenn wir ankamen und das Essen wurde für uns gekocht. Außer Laufen mussten wir also nicht viel machen.
Am zweiten Tag sind wir auf den Salcantay-Pass hochgestiegen. Zunächst hatten wir einen super Blick auf den Berg Salcantay, dann wurden wir von einer Wolke eingeholt und die Sicht war weg.
Apu Salcantay und ich
Wolke holt uns bei Wanderung ein
Salcantay Pass

Trotzdem war es ein befriedigender Anstieg. Der Abstieg war insofern interessant, weil Mensch sehr gut die Veränderung der Natur beobachten kann.
Z.B. sah die Natur beim Abstieg zunächst aus wie Schottland. Große Wiesen mit riesigen Findlingen in Wolken. Dann veränderte sich die Natur aprubt und wir waren in den Ausläufern des Regenwalds. Auf Spanisch werden die Täler um Machu Picchu als Wimpern des Amazonas bezeichnet.
Diese Bezeichnung finde ich echt ziemlich passend.

Plötzlich Regenwald



Am dritten Tag sind wir lange am Gleisbett nach Machu Picchu langgewandert.
Dort durch den Regenwald zu laufen hat richtig Lebensfreude in mir geweckt.
Abends haben wir Ale und Nathalia, die mit dem Zug angereist waren, in Aguas Calientes, der kleinen, touristischen Stadt bei Machu Picchu getroffen und haben dort im Hostel endlich duschen können.



Am vierten Tag sind wir dann die 1700 Stufen nach Machu Picchu hochgestiegen. Dafür sind wir um 4 Uhr 30 ausgestanden und im Dunkeln die Treppen hoch. Oben haben wir dann unseren Guide von der Wanderung getroffen, der uns einen Führung durch die Ruinenstadt geben wollte. Leider war aber alles in einer Wolke. Später ist es allerdings aufgezogen so, dass wir einen schönen Blick auf das neue Weltwunder werfen konnten. Ehrlich gesagt, hatte ich mir aber mehr von der Ruinenstadt erwartet. Nichts desto trotz war es ein schöner Abschluss der Wanderung.



Ihr seht ich erlebe viel. Seit dem sind auch wieder fast drei Wochen vergangen und ich hab weiteres erlebt.
Ich geb' mir Mühe, auch darüber recht bald zu berichten.

Mir geht es sehr gut, ich war zwar grade ein bisschen krank, aber das ist jetzt auch wieder vorüber.

Liebe Grüße!

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